Wir haben’s getan: Ab jetzt für immer

Hochzeitstag

Nun auch ganz offiziell hier auf dem Blog verkündet: Wir haben uns am Montag, dem 12. Juni 2017 das Ja-Wort gegeben.

Ich kann es noch gar nicht richtig glauben oder in Worte fassen. Der Tag war einfach unfassbar schön, emotional und viel zu schnell vorbei. Monatelang fiebert und plant man diesem einen Tag entgegen – nächtelang kein Schlaf, Planungen über Planungen – und dann ist der Tag da und direkt wieder vorbei.

So kommt es mir zumindest vor. Aber ich erzähle euch hier in diesem Beitrag mal etwas genauer, wie der Tag für uns verlaufen ist, wie wir uns so gefühlt haben und natürlich dürfen auch ein paar Bilder nicht fehlen. Viel Spaß dabei 🙂

Von der Planung bis zum Tag davor

Die Planung war sehr, sehr holprig. Dazu werde ich euch bald einen separaten Artikel verfassen. Denn hier ging es drunter und drüber. Entschlossen am 12. Juni 2017 zu heiraten haben wir Mitte Mai. Diesen Jahres. Es war zwar spontan, aber dennoch durchdacht und wir wollten es beide so. Es stand kurz im Raum, einfach durchzubrennen. Aber ich wollte meine Eltern dabei haben und auch mein Freund wollte gerne seinen Vater an diesen großen Tag nicht missen. Also beschlossen wir kurzerhand eine kleine Hochzeitsfeier draus zu machen und es dabei zu belassen. Keine weitere Feier im September (wie ursprünglich geplant). Warum? Weil wir alle wichtigen Leute bereits dabei haben: Meine Eltern, mein Bruder, sein bester Freund und sein Vater. Mehr brauchten wir nicht. Mehr haben nie wirklich an unserem Glück teilhaben wollen.

Das Problem war nun, dass wir bereits kundgegeben hatten, im September zu heiraten. Also blieb uns nur eins übrig: Es heimlich machen. Wir druckten 4 Einladungskarten und 15 „Wir haben geheiratet“ Karten und schmissen diese Sonntag Abend bereits in den Briefkasten, damit diese auch Dienstags ankommen. So gingen wir Erklärungen aus dem Weg und hatten den Ärger erst NACH unserer Hochzeit. Denn vorher von irgendwelchen Verwandten oder Freunden angemeckert zu werden, dass wir nun wieder den Termin verschieben und diese nun doch nicht eingeladen werden, wollten wir nicht. Es ging um UNS. WIR wollten das so. Und der Aha-Effekt ist größer.

Am Abend vor der Trauung kam mein Schwiegervater mit seiner Frau bereits in Bad Ems an und übernachteten dort in einem Hotel. Wir wurden dann noch von ihnen zum Essen eingeladen und waren froh, über jede Ablenkung. Eins kann ich euch sagen: Wir waren unglaublich nervös. Los ging es ca. 1 Woche vor der Hochzeit. Und es wurde immer, immer schlimmer. Der Samstag und Sonntag waren besonders heftig. Aber hey – das gehört wohl einfach dazu.

Da wir sowieso nicht schlafen konnten, schauten wir noch Fluch der Karibik im Bett. Um 02:00 Uhr legten wir uns dann auch mal schlafen…

Der Hochzeitstag

Natürlich war ich bereits lange vor dem Wecker wach. Um 07:50 Uhr klingelte der erste Alarm. Ich blieb noch 10 Minuten im Bett liegen. Mein Freund schlief tief und fest. Da war er also…der große Tag. Ich war genauso nervös wie die Tage zuvor. Ich hatte Angst vor meinem Anblick im Spiegel – 3 Stunden Schlaf, das werden große Augenringe sein. Ich stand also endlich auf und ging wie geplant duschen. Als es dann ums Frühstück ging drehte sich mein Magen um. Oh Gott, bitte kein Essen! Also nahm ich schnell einen Müsliriegel mit für unterwegs und mein Freund fuhr mich pünktlich zu meinem Friseur-Termin um 08:30 Uhr. Dort angekommen war bereits alles vorbereitet. Ich war sehr hibbelig und angespannt. 2 Stunden sollte ich einplanen, falls etwas schief geht. Die Friseurin wusch mir die Haare und föhnte dann lange. Als sie endlich fertig war fragte ich nervös nach der Uhrzeit. „09:15 Uhr“. Die Anspannung fiel von mir ab. Es fehlten nur noch die Locken und dann war ich fertig. Alles lief nach Plan. Ich wurde entspannter und freute mich über das Werk meiner Friseurin. Um 09:40 Uhr war ich fertig und überglücklich. Die Frisur war perfekt. Sie passte zu mir, sah natürlich aus und war doch perfekt für den Anlass. Ich hatte noch über 1 Stunde Zeit zuhause. Als mein Freund mich abholte sah ich ihm seine Nervosität direkt an. Ich war tiefen entspannt und glücklich. Mir war nicht mehr schlecht, ich konnte was essen und war einfach nur entspannt.

Tipp: Mit genug Zeit läuft alles entspannt und prima ab!

Zuhause angekommen haben wir die letzten Vorbereitung getroffen, ich schminkte mich in aller Ruhe, zog mich an und war fertig. Um 10:30 Uhr war ich zurechtgemacht, die Terrasse war fertig und ich hatte noch 30 Minuten Puffer.

Um kurz vor 11 kam mein Bruder und Trauzeuge an. Wir machten ein paar Fotos und fuhren Richtung Standesamt. Mein Freund war super nervös. Ich belächelte das etwas und fand das sehr süß, denn ich war immer noch entspannt. Am Standesamt angekommen empfingen uns bereits mein Schwiegervater und seine Frau. Meine Eltern trudelten auch bald ein mit dem schönen Brautstrauß und auch der zweite Trauzeuge kam fast pünktlich. Als wir reingingen stieg meine Nervosität doch wieder an.

Pünktlich um 11:30 Uhr kam der Standesbeamte und mein Herz rutschte wieder in die Hose. Äh ins Kleid. Wir schauten uns nervös an und nahmen unsere Plätze ein. „Wie rum denn?“ „So wie sie wollen. Meistens setzen die Paare sich so hin, wie sie auch beim Spazieren gehen laufen.“ … Wir schauten uns unsicher an. Der Standesbeamte lachte. Wir blieben also einfach so sitzen. Ich links, mein Freund rechts. Und los ging’s. Es folge eine sehr schöne Rede des Beamten samt Karl May Zitat, was meinen Vater hörbar freute hinter mir. Er ist ein großer Karl May Fan und auch ich liebe die Winnetou-Filme und die Bücher.

Kurz vor dem eigentlichen Akt hat mein Schwiegervater noch ein kleines Gedicht in Form eines Liedes vorgetragen. Ungeplant versteht sich. Ich musste sehr mit den Tränen kämpfen. Es war wunderschön. An dieser Stelle nochmal: Danke!

Der Standesbeamte forderte uns nun auf, uns für die große Frage zu erheben. Als er anfing kullerte mir die erste Träne über die Wange. Jetzt wurde es ernst! Meine Gedanken überschlugen sich. Was, wenn er doch nein sagt? Wir hielten zwar Händchen, aber wer weiß, was in seinem Kopf vorgeht. Er könnte einfach „nein“ sagen und gehen. Die Tränen wurden mehr bei diesem Gedanken. Dann fragte der Standesbeamte zuerst mich: „Wollen Sie den hier Anwesenden S. heiraten?“ Ich brachte ein leises „Ja“ heraus und weinte noch mehr. Dann fragte er meinen Freund. „Ja“ antwortete er und mir fiel ein Stein vom Herzen. Und noch mehr Tränen. Unsere Väter knipsten fleißig und ich war erleichtert, als der Standesbeamte sagte „Sie können sich nun küssen“. Der Kuss war eine Erleichterung. Ich spürte meinen Liebsten ganz nah bei mir und das tat in dem Moment sehr gut. Die ganze Anspannung fiel ab. Ab jetzt für immer. Hierbei ist auch ein wunderschönes, ehrliches Foto entstanden – aber das behalten wir für uns 😉

Wir setzen uns wieder. Er verlas die Niederschrift, ich unterschrieb zum ersten Mal mit meinem neuen Namen. „Trauzeugen haben Sie ja keine.“ Ähm…wir schauten unsere Trauzeugen neben uns an. „Doch.“ Da ist wohl ein kleiner Fehler unterlaufen. Die Urkunde musste neu gedruckt werden. Wir fanden das zum Glück alle sehr witzig und es lockerte alles nochmal auf. Er beendete noch das formelle, dann überlies er uns unserer Familie, während er das Dokument neu aufsetze.

Jetzt flossen Tränen. Bei absolut jedem. Mein Vater flüsterte mir ins Ohr „Auch mit einem anderen Namen, du wirst immer meine kleine Tochter bleiben.“ Und wieder flossen die Tränen. Als der Beamte wieder kam wurde das Dokument erneut verlesen. Die Stimmung war aufgelockert und wir fanden das eigentlich alle witzig. Also: Erneut unterschreiben. Diesmal wäre es mir fast passiert, dass ich meinen alten Namen unterschrieben hätte. Das wird noch eine große Umgewöhnung.

Wir versammelten uns dann ganz klassisch vor der Standesamt Tür draußen und machten ein paar Bilder. Ganz ehrlich: Es ist keins was geworden. Wir können einfach beide nicht auf Kommando gut gucken. Aber egal. Dann fuhren wir alle zusammen nach Hause und bereiteten den Rest für die Feier vor.

Erst gab es einen kleinen Sektempfang, bei dem dann meine Schwägerin und die beiden Kinder dazu kamen – nun waren wir komplett. Mein Schwiegervater nutzte die Gelegenheit um von uns ein kleines Fotoshooting zu machen. Der Trauzeuge von meinem Freund nahm meine Spiegelreflexkamera und knippste fleißig drauf los. Die Bilder sind alle wunderschön geworden (auch wenn wir fast nie gut gucken:)), also auch hier nochmal: Danke!

Als Hochzeitsessen haben wir uns Fondue ausgesucht – mein absolutes Lieblingsessen. Aber nicht jeder kennt es, daher eine kurze Erklärung: Hier wird Fleisch (Schweine-, Rind- und Hackfleisch) in heißes Fett gegeben und frittiert. Dazu gibt es diverse Beilagen. Wir essen es immer mit Pflanzenfett, nicht mit Brühe. Es schmeckt einfach besser und in Brühe wird das Fleisch ja nur gebraten, nicht frittiert.

Nach dem Essen wurde nochmal fleißig fotografiert. Der Nachtisch war fast überflüssig, denn die Torte stand ja auch noch bereit. Also merkt euch: Verzichtet Mittags lieber auf einen Nachtisch! 😉

Am Nachmittag gab es dann noch Hochzeitstorte. Wir haben uns eine Zweistöckige Torte ausgesucht, oben mit Schokolade und Schokosplittern, unten ein heller Boden mit Erdbeeren. Sie ist wunderschön geworden. Bestellt haben wir diese bei der Konditorei Maxeiner hier in Bad Ems. Die Konditorin Sabrina hat sich wirklich viel Mühe gegeben und die Torte noch selbst kostenlos zu unserer Wunschuhrzeit gebracht.

Gegen 18:00 Uhr haben wir dann langsam angefangen uns zu verabschieden. Wir haben ein Hotel am Laacher See gebucht, um dort unsere Hochzeitsnacht zu verbringen. Wir wollten einfach nicht in dem Trubel und Aufräumstress unseren ersten Abend und unsere erste Nacht als verheiratetes Paar verbringen. Zumal auch die Katze fast immer in unserem Bett schläft – das muss in dieser Nacht ja nicht unbedingt sein.

Das Hotel war 40 Minuten mit dem Auto entfernt. Wir bezogen unser Zimmer und holten uns im Nachbardorf noch eine Pizza. Das Hotel hatte im Untergeschoss einen Wellnessbereich mit Pool – das nutzen wir natürlich aus. Um 21 Uhr sind wir runter in die Therme gefahren und hatten alles nur für uns alleine. Es war himmlisch. Wir schwammen eine Zeit lang im warmen Wasser, legten uns auf die Liegen und gingen in die Wärmekammer.

Ein gelungener Abschluss für diesen gelungenen und wunderschönen Tag! ❤

Der Tag danach – Alles ist vorbei

Zu unserem Aufenthalt im Seehotel Maria Laach verfasse ich euch noch einen separaten Artikel, deshalb gehe ich jetzt nicht groß auf die Unternehmungen usw. vor Ort ein. Ich erzähl euch jetzt ein bisschen was über den Tag danach generell.

Es war schlicht und einfach komisch. So ganz realisiert hatten wir das ganze noch nicht. Wir waren jetzt Mann und Frau. Ich habe meinen Nachnamen abgelegt. Wir sind jetzt verheiratet. Komisch! Es fühlte sich erstmal nicht anders an, aber irgendwie dann doch. Wir haben uns beide erwachsener gefühlt. Sowohl mein Mann, als auch ich haben dieses Gefühl so benannt. Wir sind jetzt Erwachsen. Mann und Frau. Für einander verantwortlich. In Zukunft irgendwann auch für ein Kind. Oder zwei. Das ganze war nun greifbarer. Wir würden bald eine Familie haben. Und sind laut Gesetz nun auch zu zweit bereits eine Familie.

Unsere Hochzeitsfotos

Natürlich will ich euch auch die Fotos nicht vorenthalten…hier also eine kleine Auswahl von unseren Hochzeitsfotos. Allerdings nur wenige ausgewählte von uns, unseren Rauzeugen und meinen Eltern. Die Fotos mit den anderen Gästen möchte ich nicht online stellen, aus Integritätsgründen.

So, jetzt kann ich eigentlich nur noch ankündigen, dass noch weitere Hochzeits-Posts folgen werden. Geplant sind Posts über das Hochzeitskleid, die Vorbereitungen, eine Check-Liste für zukünftige Bräute und einer zu unseren Einladungskarten. Habt ihr noch Wünsche? Falls ja, lasst es mich gerne wissen!

Jetzt wird auch nach und nach endlich meine Wonderwall Wedding Seite gefüllt. Ihr dürft also gespannt sein 🙂

Für uns geht es jetzt morgen in die Flitterwochen – bzw. Flitterwoche. Wir fahren für eine Woche ins schöne Irland und erkunden dort mit einem Mietwagen die Insel. Ich sammle fleißig Informationen und Fotos für ein kleines Traveldiary und melde mich dann kommende Woche aus dem Urlaub wieder frisch und erholt zurück. Hier wird deswegen auch nichts passieren. Ich habe zwar Blogbeiträge in der Pipeline, aber während ich im Urlaub bin geplante Beiträge zu veröffentlichen möchte ich einfach nicht. Ich hoffe ihr versteht das und freut euch auf kommende Woche, wenn ich wieder da bin und ein paar wunderschöne Irland-Fotos mitbringe! Auf Instagram versuche ich täglich ein hübsches Bild von der grünen Insel hochzuladen, also folgt mir am besten dort 😉

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