Mein Experiment mit Weight Watchers

Zugegeben, einige werden sich jetzt sicher fragen: „Warum macht die Weight Watchers? Die ist doch dünn.“ Jain. Natürlich geht es bei dem Programm auch ums Abnehmen, aber ich habe auch ein ganz anderes Ziel. Ich erzähle euch heute ein bisschen was über meine Gründe, mit Weight Watchers anzufangen, meine Geschichte und meine Wünsche und Hoffnungen an dieses Experiment.

Warum ich mit Weight Watchers anfange

Direkt vorweg: Ich finde nicht, dass ich „zu dick“ bin, oder unbedingt abnehmen müsste. Darum geht es mir auch nicht wirklich. Ich möchte einfach etwas in meinem Leben ändern und mich gesünder ernähren. Ja, natürlich möchte ich auch abnehmen. Daraus mache ich auch keinen hehl. Ich habe in den letzten 2 Jahren ein paar Kilos zugenommen, aber auch nicht wirklich viel. Ich wog 57 kg bevor ich mit meinem Freund zusammen kam. Jetzt sind es 6 kg mehr. Das ist nicht die Welt, aber für jemanden der immer mit seinem Aussehen zu kämpfen hatte und auch bereits Probleme mit Anorexie hatte ist dies schon heftig. Aber dazu gleich mehr.

Ich möchte weiterhin ein eine 36-er Jeans reinpassen und in ein 34-er Top. Mir geht es also nicht drum, eine Kleidergröße weniger zu haben. Aber was mir nicht gefällt, ist das unter dem 36-er Bund der Jeans. Wenn die Shorts zwar prima zugeht, aber unten die Oberschenkel einfach zu dick aussehen, fühle ich mich nicht wohl. In einer 38-er Shorts, die dann zwar lockerer an den Beinen sitzt, aber dafür oben zu groß ist sehe ich auch nicht gut aus. Es geht hier also lediglich ums Konturieren quasi. Wenige Kilogramm und eine gesündere Ernährung. Weniger Zucker und mehr Vitamine. Also auch mehr Energie und größeres Wohlbefinden.

Ich versuche seit Jahren mich gesünder zu ernähren, aber irgendwie schaffe ich es nie. Kochen hasse ich vor allem, weil mir vielen nicht gelingt. Ich bin ein wählerischer Esser und vertrage auch nicht alles. Im letzten Jahr hatte ich es geschafft, mich einen Monat lang sehr gesund zu ernähren. Es machte mir Spaß, Obst zu essen und gesund zu kochen. Ich hatte auch täglich Sport gemacht. Aber das Schicksal machte mir einen Strich durch die Rechnung – ich bekam eine Histamin-Intoleranz. Auf einmal konnte ich viele gesunde Dinge nicht mehr essen, beispielsweise Bananen, Tomaten, Erdbeeren und Spinat. Ich werde euch noch einen separaten Artikel darüber verfassen, das würde den Rahmen hier sprengen. Jedenfalls rutschte ich dann wieder ins ungesunde Essen hinein, ungewollt sogar.

In Süßigkeiten ist kein Histamin enthalten, daher aß ich relativ viele davon zwischendurch, statt einer Banane. Irgendwie wurde dies zur Gewohnheit und ich merkte deutlich, wie mein Körper sich veränderte. Nicht vom Gewicht her, sondern von der Zufriedenheit. Ich war noch müder als vorher, schlapp und einfach energielos. Dazu kamen dann Rückenprobleme und der fehlende Sport. Denn ohne Energie, raffe ich mich auch nicht zu sportlichen Aktivitäten auf. Ein Teufelskreis.

Den möchte ich nun aber wieder durchbrechen. Alleine schaffe ich es nicht, daher habe ich mir nun mit Weight Watchers Hilfe dafür gesucht. Gesunde Rezepte, eine Kontrolle meines Essens via App und eine neue Motivation für mich!

Meine kleine Geschichte

Wie eben angedeutet, hatte ich wie viele andere Frauen und Mädchen auch, mit Anorexie zu kämpfen. Ich war nie wirklich magersüchtig, aber ich war auf einem sehr guten Weg dorthin. Um genau zu sein hat es nicht viel gefehlt, bis es zu spät gewesen wäre. Ich hatte Mappen und Bücher voller Motivationsschreiben von Pro-Ana (Bitte, googelt es nicht!!!), Bilder von dünnen Menschen, Abschreckende-Beispiele und einen Blog, auf dem ich alles dokumentierte. Ich erinnere mich an mein Essenstagebuch, wo ich die vier Mahlzeiten aufgelistet hatte:

Morgens: 1 Ei
Mittags: Nichts
Nachmittags: 1 Apfel
Abends: Nichts

Und ich war stolz darauf. Und mir ging es schlecht, wenn ich morgens 1 Toast zu dem Eí gegessen hatte. Der Blog existiert noch. Ich habe ihn nie gelöscht. Aber ich finde ihn auch nicht mehr. Zum Glück. Ich denke, es würde mich sehr fertig machen, das alles zu lesen. Sogar einen Tag Schoko-Diät machte ich, bis ich abends umkippte. Ich erinnere mich nicht mehr an alles aus dieser Zeit, aber das muss ich auch nicht. Es war schlimm, aber ich kam dort raus, ohne professionelle Hilfe. Wie alt ich da war? Ich schätze 15-18 Jahre. Es ging bergauf, als ich meinen ersten Freund hatte mit 16. Aber wirklich da raus war ich erst kurz nach dem Abitur mit 18. Zumindest aus dem gröbsten war ich ab da raus. Es zieht sich natürlich weiter durch mein Leben. Ich habe immer noch Ansätze, denn ganz weg ist es aus meinem Kopf nicht. Das wird es auch niemals sein. Ein Alkoholiker bleibt immer en Alkoholiker. Auch wenn er trocken ist. So ist es mit allen Suchtkrankheiten. Aber es fällt mir nicht mehr schwer, zu essen. Es sind nur noch Stimmen in meinem Kopf, die mir sagen, ich sei nicht dünn genug. Das zieht mich dann zwar runter, aber ich reagiere nicht mit Appetitlosigkeit drauf. Ich esse wenn ich Hunger habe. Trotz den Stimmen, trotz der Waage, trotz den Selbstzweifeln. Und das ist auch gut so.

Bild: PublicDomainPictures (Pixabay)

 

Was ich mir vom Weight Watchers Programm erhoffe

Ich möchte lernen, wie lecker gesundes Essen sein kann. Ich möchte Spaß am Kochen von gesunden Rezepten bekommen. Ich möchte wieder zu meinem Wunschgewicht – sodass ich mich wieder rundum wohl in meinem Körper fühle. Ich möchte nicht dünn sein, sondern nur zufrieden mit mir selbst. Den letzten Schubser bekam ich durch die motivierenden Fotos und Geschichten von Anni – sie hat das Weight Watchers Programm durchlaufen und sieht so glücklich und zufrieden aus, sie fühlt sich sichtlich wohl in ihrem Körper. Das will ich auch. Und ich probiere es mit Weight Watchers. Es liegt viel an mir, das weiß ich. Aber vielleicht ist WW auch genau die Hilfe, die ich immer brauchte. Und Motivation, denn günstig ist das Ganze ja nicht 😉

 

Ich nehme euch nun mit auf meinen Weg mit Weight Watchers und erzähle euch vom Start, den ersten Wochen, der großen Umstellung für mich und werde euch immer mal wieder ein kleines Update geben. Ich habe mich übrigens jetzt für 12 Monate verpflichtet.

 

Erzählt mir eure Geschichte mit Weight Watchers gerne in den Kommentaren, ich würde mich freuen! 

 

Titelbild: Meditations (Pixabay)

Ein Kommentar zu „Mein Experiment mit Weight Watchers

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