Monatsrückblick Oktober 2018

Der Oktober ging unfassbar schnell rum. Wo ist die ganze Zeit nur geblieben? Ich habe das Gefühl, nichts geschafft zu haben, und dennoch bin ich sehr gestresst. Kein Wunder, dass ich diese Zeilen gerade schreibe, während ich krank im Bett liege. Aber auch das musste wohl mal sein.

Erwachsen sein ist schwer. Alles unter einen Hut zu bekommen. Ich will eine gute Freundin sein, eine Partnerin, eine Tochter, eine Schwester, eine Tante, Studentin, Katzenmama, „Hausfrau“, Arbeitnehmerin, Freiberuflerin und gleichzeitig auch nicht mich selbst aus den Augen verlieren. All das unter einen Hut zu bekommen ist schwer. Gleichzeitig passieren noch einige andere Dinge, die ich hier nicht aufzählen kann und will.

Leichtigkeit. Das fehlte gerade im Oktober. Vielleicht kommt sie zurück. Ich hoffe es.

Zitat des Monats: 

Der größte Gegner ist das Bild, das man von sich selbst im Kopf hat!

Bye Sunshine: Wir hatten im Oktober noch einige schöne, sonnige Tage. Das letzte Eis konnte draußen gegessen werden, ich lag im Top auf den Rheintreppen in Koblenz, saß mit Chucks am Deutschen Eck. Aber jetzt heißt es wohl endgültig: Byebye Chucks, tschüss Sommertops und hallo Winterjacke!

Friends-Time: Ganze dreimal durfte ich diesen Monat meine allerliebste Freundin sehen. Daran könnte ich mich wirklich gewöhnen. Ich hab nicht gerne oft die gleichen Menschen um mich herum, ich brauche dann eine Pause. Aber sie jede Woche sehen zu können, tut mir unglaublich gut. Es ist, als wäre die Zeit zurückgedreht, aber dennoch ist sie weitergelaufen und trotz Trennung, ist alles wie immer. Verwirrender Satz, den wohl nur ich verstehe. Aber genau so ist es. Und es ist wundervoll! ❤

Ich-Zeit: Zur Zeit mehr denn je nötig. Das Gefühl, sich selbst etwas aus den Augen verloren zu haben, war ein stetiger Begleiter im Oktober. Aber solche Phasen hat jeder mal. Dennoch muss man dann darauf achten, wieder zurück zu finden. Zu sich selbst. Zu dem Menschen, der man war oder gerne sein möchte. Die Zeit verfliegt so schnell, alles hetzt, rast, stresst. Kein Wunder, dass man in diesen Zeiten vermehrt Zeit benötigt, sich wieder zu erden, ruhig zu werden, Balance zu finden.

Blind-Date: Im Erwachsenenalter ist es sehr schwer, neue Freundschaften zu schließen. Vor allem als introvertierter und schüchterner Mensch, ist es fast unmöglich. Ab und an verabrede ich mich auf ein „Blind-Date“ mit einer potentiellen Freundin. Jedes verlief bisher gut. Gehalten hat es leider nie. Auch in diesem Monat hatte ich so ein „Date“. Ich schreibe das Wort in Anführungszeichen, weil es natürlich kein klassisches Date in diesem Sinne war, aber es hat dennoch etwas Date-Charakter. Wird man sich verstehen? Was unternehmen wir? Was, wenn uns der Gesprächsstoff ausgeht? – Fragen, die man sich auch vor jedem ersten Date mit einem Mann stellt. Man hat nur weniger das Bedürfnis, dem Gegenüber äußerlich gefallen zu wollen. Und auch aus diesem Alter bin ich eigentlich mittlerweile raus. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hatte ein wirklich schönes Blind-Date mit Potential. Öfter mal aus der Komfortzone rauszutreten, kann auch belohnt werden.

Gesehen: Dave Hause und Jared Hart. Konzerttechnisch war das ein wirklich gelungener Monat. Das Konzert von Dave Hause in der Ringkirche war ein Traum. Die Location, der Vor-Act, die Songs. Der Vor-Act war sogar teilweise besser als der Haupt-Act. Verpasst habe ich leider das Konzert von Tim Vantol letztes Wochenende. Aber krank hätte ich wahrscheinlich auch keinen Spaß gehabt.

Gelesen: Einiges über Willensfreiheit.

Gedacht: Jeder Mensch hat unterschiedliche Erwartungen an eine Beziehung – und je mehr sich das Verständnis von einer Beziehung ähnelt, desto besser läuft es. Menschen haben aber auch unterschiedliche Meinungen oder andere Ansichten über die Beziehung, über das Leben, über die gemeinsame Zukunft. Und eben dieses „andere“ ist es, das auch dazu führen kann, dass es einfach nicht „passt“, dass man sich liebt und dennoch nicht zusammen sein kann. Ist Liebe also ein Akt des Willens, wo diese Unterschiede/Ansichten/Meinungen egal sind, oder kommt es doch im Endeffekt genau darauf an?

Gekauft: Tickets für Mainz gegen Werder Anfang November! ❤

Herbst und Liebe: Auf Grund meiner nicht zu leugnenden Herbst-Liebe, habe ich das Herbstwetter natürlich auch etwas ausgenutzt. Mainz im Herbst ist wirklich zauberhaft. Im Sommer auch. Im Frühling auch. Mal sehen, wie es im Winter wird. So viel Liebe für diese Stadt. Kaum vorstellbar, dass diese Liebe noch so frisch ist. Die Anziehung war da, seit ich denken kann. Mein erster Besuch mit der Schulklasse war toll. Mein zweiter Besuch mit meinem Vater 2006 (anlässlich eines 1:6 Sieges im Bruchwegstadion ;)) hat dieses Interesse an der Stadt nur noch verstärkt. Ich wollte diesem starken Gefühl nachgeben. Ich wollte 2010 nach Mainz ziehen. Doch leider kam es anders, als gedacht. Es wurde nicht Mainz. Es wurde Koblenz. Und dann Köln. Aber losgelassen hat mich dieses Gefühl nie. Ich bin froh, diesen großen Schritt im März diesen Jahres gewagt zu haben. Aus Anziehung und Interesse, ist mehr geworden. Ich habe mich am ersten Tag in diese Stadt verliebt. Je besser ich sie kenne, desto stärker wird es. Wie bei der Vorlage für diese Metapher, weiß ich auch hier nicht, ob es halten wird. Große Liebe, Schicksal, Bestimmung? Oder eine kurze, aber intensive Romanze? We will see.

Songs des Monats: 

  • Mercy Union – Twenty Seven (Link)
  • Dave Hause – With You (Link)
  • Jared Hart – Heads or Tails (Link)
  • Rise Against – House On Fire (Link)
  • The Menzingers – The Freaks (Link)

Bild des Monats:

Vorfreude auf November: Abend-Flutlicht-Spiel in der Opel-Arena, nur 20 Minuten von zuhause entfernt. Und: Die Weihnachtszeit beginnt. Ab Mitte November beginnt für mich die absolut schönste Zeit des Jahres. Überall hübsche (und manchmal etwas zu kitschige) Beleuchtung, es riecht nach Lebkuchen und Zimt, Weihnachtsfilme, Kerzen, … okay, genug geschwärmt. Jetzt ist erstmal November und ich blicke positiv in Richtung dem Jahresendspurt!

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